Irma Grünfeld geb. Weglein (1902 - 1942)

Irma Grünfeld geb. Weglein wurde am 28.11.1902 in Geldersheim geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Geldersheim, Würzburg, Riga-Jungfernhof, Raum Riga. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Weglein Gustav (23.10.1866–20.02.1943) und Weglein Regina geb. Gerst (04.12.1868–20.01.1943).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Gruenfeld (Grünfeld) Max, die Ehe wurde am 1932 geschlossen.

Ihre Kinder waren Grünfeld Dorothea (14.01.1933–1941/1942) und Grünfeld Norbert (19.04.1935).

Sie starb am 1941/1942 in Raum Riga.

Weitere Angaben aus den Quellen: Irma Grünfeld wuchs als Tochter des Metzgers Gustav Weglein und seiner Ehefrau Regina, geb. Gerst, zusammen mit ihren Geschwistern Jakob Weglein und Selma Schwarz in der unterfränkischen Gemeinde Geldersheim im Landkreis Schweinfurt auf. Die kleine jüdische Gemeinde in Geldersheim war schon 1901 aufgelöst worden. Ihre Eltern blieben aber bis zu ihrer gewaltsamen Vertreibung nach dem Novemberpogrom 1938 in ihrem Heimatort. Irma lebte seit ihrer Heirat um 1932 mit dem Kaufmann Max Grünfeld in der Stadt Würzburg. 1933 bekam sie ihre Tochter Dorothea und 1935 den Sohn Norbert. Ihr Ehemann konnte im Juni 1939 nach England und weiter in die USA emigrieren, die Nachholung seiner Familie scheiterte jedoch. Irma gelang es zunächst, ihre Tochter Dorothea im März 1939 nach Antwerpen/Belgien zu schicken. Doch im Dezember 1940 musste diese nach der Besetzung Belgiens durch die Deutschen zurückkehren. Im Okt. 1939 hatte sie selber für die Ausreise gepackt; ob sie Würzburg überhaupt verließ, bleibt jedoch unklar. Ihren Sohn Norbert konnte sie in Sicherheit bringen, der emigrieren und später in den USA studieren konnte. Irma Grünfeld war zuletzt Hausangestellte im Jüdischen Altersheim und "Judenhaus" Dürerstraße 20. Am 27. November 1941 wurde sie mit ihrer Tochter nach Riga-Jungfernhof deportiert. Ihre genauen Todesumstände sind nicht geklärt. Sie wurde für tot erklärt.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.